Dienstag, 7. Juli 2009

Zwischenruf: Krisenkonferenz der Antiquare (Idee Redakteur Biester)

Reakteur Biester regt via Twitter an, ob man nicht eine Konferenz zur gegenwärtigen und kommenden Krise im Antiquariat veranstalten solle, ich zitiere ihn:

07.07.2009 17:38h "Books in Hard Times Conference" sollten wir hier auch so etw veranstalten? Krise lässt sich doch nicht verleugnen. #Antiquariat,

wobei er sich die geplante noble Veranstaltung des Grolier Club in New York zum Vorbild nimmt, siehe http://ow.ly/gGE9

Ich würde anregen, das auf deutsche Verhältnisse übertragen anders auszurichten, weniger nobel, dafür praxisbezogener und mit Werbetamtam.

Vorab würde der Börsenverein in einer Überlegungsphase Thesen/ Vorschläge interessierter Antiquare einsammeln und bündeln. Dazu genügt ein sorgfältig begründeter Aufruf in börsenblatt.net. Die Überlegungszeit sollte trotz Ferienstimmung sofort beginnen und nur eine Woche betragen - einmal machen Antiquare überwiegend keine Sommerferien, zum andern haben sie in der klassischen Ferienzeit etwas mehr Muße für solche Überlegungen. Eine längere Überlegungsfrist könnte die Aktualität beeinträchtigen, die Aufmerksamkeit einschlafen lassen.

Die Konferenz sollte unbedingt mitten in der Ferienzeit angesetzt werden, am besten Anfang August. Nur dann ist durch die Sauregurkenzeit ein optimales Medienecho gewährleistet.

Die Konferenz braucht einen Aufhänger, der hohen Propagandawert für das Buchantiquariat haben sollte.

Die Antiquare vertreten ihre Vorschläge persönlich in Frankfurt, Buchhändlerschule der ideale Konferenzort.

Der Veranstalter sollte sich vornehmen, daß von dieser Konferenz eine zündende Initiative zur Absatzförderung des alten Buchs in der Krise ausgehen muß.

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Ein möglicher Vorschlag wäre eine generelle Preisreduktion der nicht seltenen gebrauchten Bücher auf Einheitspreise von 5 und 10 Euro - Einheitspreismodell.

Eine weitere Idee könnte die Ankündigung einer massiven Ausweitung des Webseitenbündnisses sein (bitte aber nicht unter diesem hausbackenen Namen) mit einem Aktionsplan.

Auch sind radikale Ideen einer ganz neu überdachten Verbindung zum Neubuchhandel möglich.

Eine Idee wäre, mit Google in ein Bündnis zu kommen, durch das Google baldigst die Portal- und Datenbankfunktion der deutschen Antiquare übernimmt.

Undsoweiter. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Das wichtigste Ergebnis muß aber am zweiten Tag der Konferenz in einem Pressemeeting verkündet werden können.