Samstag, 19. September 2009

Verirrungen und Notlösungen > Webseitenkritik Nr.5




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Antiquariat Rainer Friedrich Meyer



Liebe Kollegen!

Wiederholungen sind nicht besonders unterhaltsam. Deshalb übergehe ich in den nun folgenden Besprechungen diejenigen Punkte, auf die wir zu Beginn der Serie ausführlich eingegangen sind. Es ist also von Vorteil, wenn Sie unsere Webseitenkritiken von Anfang an lesen und kennen.

Besuchen wir nun also den geschätzten Kollegen und Erzphilosophen unseres Gewerbes, RF Meyer. Ich bin entschlossen, jegliche Befangenheit abzustreifen. Für den Webseitentest kennen wir uns nicht.

Vorbemerkung: Manche der im folgenden bemängelten Punkte erhellen sich, wenn man mehrfach geduldig über einzelne Worte mit der Maus fährt - dann erscheinen nämlich gespensterhafte Overlays in blasser Schrift, blödsinnig angeordnet, typographisch unglücklich und auch vom Inhalt her nicht immer lichtvoll. Solche Techniken empfinde ich als scheußlich - auch weil man dadurch als Kind behandelt, bevormundet und auf Tritt und Schritt am Patschhändchen genommen wird. Dies ist die erste (und hoffentlich einzige) Kollegenseite, die durch solch abstoßende Praktiken vermüllt wird. Solche Tricksereien führen zu massiver Abwertung.

Der Namenszug geht allzu groß und breit über den Kopf der Eingangsseite. Wir wollen aber nicht die (überragende) Bedeutung erfahren, die sich der gute Herr selber zumißt, sondern seine Bücher kennenlernen. Der selbstbewußte Satzspiegel führt dazu, daß der originelle Baum (des Wissens?) unten notorisch abgeschnitten wird und wir die Hauptseite herunterscrollen müssen. So büßt jeder Besucher für den Namensstolz des RF Meyer.

Die Registerkarten im Kopf der Startseite, auch sie sind etwas zu groß geraten, erscheinen unübersichtlich und unlogisch. Kraut und Rüben sind aneinandergefügt, wie es RF Meyer gerade in den Sinn kam. Texte(?) ... Wissenschaften (nanu?) ... Einbände (ohne Bücher?) ... "Suche" (bitte?) ... (das unwichtige) Impressum und die (blöden) AGB, (die keine Seele interessieren, kommen gleich am Anfang, undsofort.) Kollege, "ordnen Sie sich". So geht das nicht.

Mit der doppelten Moppelung der Registerkarten oben und den netten Gezweigen im Baum mag ich mich nun gar nicht anfreunden, einfach weil die (oben ohnehin unklaren) Registerkarten hier unten im Baum verändert, in neuer, teils feinerer Gliederung wieder aufgenommen werden.

Solche Labyrinthe für den ungeduldigen Antiquariatskunden einzurichten ist gefährlich - in aller Regel sind unsere Kunden hastig und ihr Sinn für schwarzen Humor ist unterentwickelt.

"Samstag, 19. September 2009. Guten Abend, ich freue mich, Sie auf meiner Seite begrüßen zu dürfen" - Derartige Späßchen, durch die man das aktuelle Datum automatisch einfügen und damit einen stupenden Begrüßungssatz "von heute" konstruieren kann, wirken peinlich altbacken. Lassen Sie doch die Mätzchen.

"Dies ist eine unabhängige, völlig eigenständige Seite; hier werden keine Provisionen an irgendeine Plattform abgeführt." Dieser Satz, groß gedruckt in der Eingangsseite, ist mißverständlich. Es gibt zahlreiche Formen der Nicht-Abhängigkeit und Nicht-Eigenständigkeit, nicht nur die der Provisionszahlung. Ich würde das weglassen.

Auch "Personalbibliographien" sind Bibliographien, nicht wahr? Und "Künstler" meint hier nicht immer "Artists", nicht jeder versteht, daß ein Hinweispfeil im Text einen anklickbaren Link meint... Weitere Unklarheiten dieser Art sind munter über die ganze Seite verteilt.

Auf fast allen Seiten, die man, nachdem man sich von der Startseite erholt hat, bei RF Meyer anklicken darf, sind die Texte in der Randleiste links mehrfach abgeschnitten. Das wirkt kurios und sehr naiv - Webseitenbau in Weißrußland 1998. Wo lassen Sie bauen, werter collega?

Zu Ihrer Schlagwortliste ist, wie unlängst schon bei einem Kollegen, hier aber noch deutlicher anzumerken, daß man Schlagworte überblicken will. Bei Ihnen muß man sich von A-Z zu Tode scrollen - und hat dann erst noch keinen Überblick. Wieso so große Typen, warum so unchristlich weite Abstände, warum Ihre Furcht vor mehrspaltigem Satz? Sehen Sie sich da gestern mal die Sachgebietsliste der pfiffigen Frankfurter an! Die Schmuckleiste, die Sie rechts anpappen, kann Ihre Misere nicht zukleistern.

Ihre Titelaufnahmen sind in der Form ein Ding der Unmöglichkeit (die Inhalte sind ausgezeichnet). Weshalb quälen Sie die Kunden derart? Eine Titelaufnahme, die locker in 10 cm Bildschirmhöhenmaß darzustellen wäre, bläst sich bei Ihnen zu einer ganzen Bildschirmseite auf. Das ist unpraktisch und, verzeihen Sie, dem Kunden gegenüber unanständig. Wer bei Ihnen lesen und bestellen will, hat am Ende vom Rädchendrehen der Maus oder vom Herunterziehen der Randleiste todmüde Finger. Quälen Sie ihre Kunden gern?

Die Zeichen im grauen Kästchen neben dem Preis sind völlig ungebräuchlich, sie erzeugen überraschende Effekte! Ich sag ja, Sie spielen gern Katz und Maus mit den Lesern. "Bestellen" dreisprachig, bei jedem Titel, erscheint mir affig. Gefährlich und unseriös wirkt das Ebay-Erbübel "Preis vorschlagen". Sowas darf der junge Kistenschieber aus Marzahn-Plattenbau III einbringen, aber nicht Sie als guter Antiquar.

Ihr Herumkokeln mit plötzlich erscheinenden Hinweisen, nachdem man erstmal zwei Sekunden blödsinnig mit dem Kursor auf Ihren kryptischen Vermerken wie z.B. , ich zitiere, ???, verweilt hat, ist einfach nur noch lächerlich und affig.

Die "Sachgebietsliste" ist in dieser Form ein Unding. Nichts mehr dazu.

Der tiefere Sinn hinter der Registerkarte "Texte" erschließt sich erst nach langem Studium. Wieder zermatscht Ihr unglücklicher Tick mit verderbter Typographie und meschuggenen Zeilenabständen jedes Verständnis. Was Sie anbieten wollen, ist bei näherem Hinsehen dann interessant und verdienstlich - aber bitte, welcher Kunde kämpft sich da durch? Bei dieser äußeren Gestaltung?

Der Leser denkt bestenfalls: Na ja, scheints ein alter Herr, etwas kurzsichtig, taub und lahm scheint er zu sein, aber die Bücher sind ja in Ordnung. - Wollen Sie diesen Eindruck vermitteln?

T a g e s - "Aktuelles" in dieser verborgenen Form anzubieten, dürfte bei hochwertigen Stücken eher sinnlos sein. - "Lingua latina" und noch mehr "lingua graeca" pflege ich den Schreibern um die Ohren zu hauen. Lateinische Texte - Griechische Texte, wie wärs eigentlich damit?

Klickt man auf die Registerkarte "Wissenschaften", dann erst entfaltet sich eine bis dahin völlig unsichtbar gebliebene reichhaltige Roll-Liste. Das sind ganz lächerliche, ärgerliche Spielchen, höchst kontraproduktiv, weil der Betrachter der Webseite in einer so schwierigen Materie den Überblick sucht und braucht - und nicht derartige peinlich-geschmäcklicherische "Überraschungen" (siehe auch meine Eingangsbemerkung). Um mit Björn Biester zu sprechen: "Das ist nicht gut!".

Fazit: Eine an Haupt und Gliedern reformbedürftige, verwinkelte Webseite, die sich selbst im Weg steht. Ich würde herzlich dazu raten, sie mit Stumpf und Stiel auszurotten und neu zu pflanzen. Alles, von der Sachgliederung bis zum letzten typographischen Detail, erscheint uns vermurkst.

Da der Autor ein ausgewiesener Fachmann seines Gewerbes ist, stimmt der Inhalt. Also rege ich an, diesen Inhalt auf altmodische Papierseiten zu tippen, die ganze schreckliche Seite zu löschen - und dann neu anzufangen. Die guten Texte auf den Papierseiten sind ja, gottlob, noch da.

Benotung der Webseite: Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 4
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 3
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 4

Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite des Kollegen RFMeyer auf die schon betrübliche Gesamtnote 4+

Ich meine das ernst mit dem "Abriß" der ganzen Seite. Da gibts nichts zu retten. Und wer immer Ihnen dabei geholfen hat - werfen Sie ihn raus. Sie verdienen eine bessere Seite!




Antiquariat Ruth Jäger


Guggemal dahin - ein kostenloser Google-Blog als Geschäftsseite und Verkaufsliste - originelle Idee! Ich hatte das auch überlegt für mein Antiquariat. Sehen wir mal, was die Kollegin daraus gemacht hat.

Linker Hand recht gute Blogbeiträge, überwiegend eigenformuliert. Ruth Jäger vertritt offenbar eine unorthodox-moderne Anthroposophie, mir als zwischen Christengemeinschaft und Dornacher Malzkaffe aufgewachsenem einst streng erzogenen Anthroposophen (meine Großtante kannte den Altmeister noch persönlich) erscheint das etwas unfeierlich, auch, und das wiegt schwerer, unharmonisch und gar nicht im Sinn der Kunstlehre und Ästhetik Steiners.

Der Trennungsstrich rechts von den Blogtexten ist potthäßlich. Grundregel: Linien aus Trennungsstrichlein wirken weitaus störender als bescheidene durchgezogene Linien. Meidet Punkt- und Strichlein-Linien, wo Ihr könnt! Sie stören immer.

Booklooker ist nun für alles Esoterische graphisch und farblich so ungeeignet wie nur möglich. Die jungen Portalwächter dort sind persönlich sympathisch - aber das kitschig-aufdringliche arterielle Blutbad, das sich über alle ihre Booklooker-Seiten ergießt, ist völlig unmöglich, zwischen Dada und Sade - eher Sade.

"Wir arbeiten in Kooperation mit dem Zweig am Rudolf Steiner Haus Hamburg und mit dem Priesterseminar der Christengemeinschaft in Hamburg." Solche Rennomistereien sind für Geschäftsleute, die wir Antiquare doch allemal auch sind, brandgefährlich. Was sagen die Kollegen vor Ort dazu? Und, vor allem, erstens der gute Geschmack, zweitens die anthroposophische Bescheidenheit, drittens Ihre Kinderstube muß Sie von solchen Anschmusungen fernhalten. Das brauchen Sie nicht! "Ich arbeite in Koperation mit dem Heiligen Stuhl"... ja, ja...

"Wie unser Service von Booklooker-Kunden bewertet wird, sehen Sie hier: Bewertungen." - das geht in die gleiche Richtung - bitte etwas mehr Schamgefühl. Beweihräucherungen können schaden.

Der Vorstellungstext über "Unsere Sachgebiete" ist mit seiner heillosen Mischung aus Fließtext und Links ziemlich unklar, auch vermisse ich ein gutes Deutsch. - Die Sachgebietsliste mit der ewigen Wiederholung von "Anthroposophie / " ist denkbar ungeschickt angelegt und, gestatten Sie die Bemerkung, auch vom Anthroposophischen her nicht recht durchdacht.

Die Registerkarte "Anthro-Links" ist inhaltlich sehr gut, formal-graphisch noch recht ordentlich - aber im Deutsch grauslich, Mischung aus Stummelsätzchen, hineingequetschten Verlinkungswörtern und lieblosen Formulierungen.

Recht amüsant, wenn auch wenig nützlich in der Praxis, sind die "Schlagworte aus dem Blog", die sogenannte "Wolke". Man sieht das mit Vergnügen . Ansonsten ist die rechte Blattseite zum Schluß hin etwas überladen. Man muß nicht alle Webseitenfunktionen "anbieten".

Bei Ihrem mengenmäßig doch sehr übersichtlichen Fachtitelangebot ist man geneigt, den Verzicht auf eigene statische Webseiteneinträge mit etwas mehr Geduld zu ertragen. Der Notenabzug, den ich deswegen auch bei Ihnen vornehme, hält sich in Grenzen. Kleine Fachantiquariate, die sehr spezialisiert arbeiten, können tatsächlich mit Gewinn "einfach" nur Portalzugänge anbieten. Trotzdem ist die Portal-Mogelei eben nicht das, was der Webseiten-Besucher von einer Antiquariatsseite im Netz erwartet.

Die Benotung ist in Ihrem Fall nicht einfach, da Sie einen Sonderweg gegangen sind. Insgesamt bewährt er sich *nicht*. Man kann wegen der vielfältigen Beschränkungen, die die Blogs dem Inhaber auferlegen, keine wirklich gute Webseite daraus basteln. Es geht nicht.

Was zu machen geht, das haben Sie recht tapfer unternommen, als Notlösung erscheint es uns gar nicht mal so übel. Die "Titelaufnahmen" werte ich vor allem wegen des potthäßlichen, kindlich-blöden Booklooker-Erscheinungsbilds ab.

Benotung der Webseite: Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 3
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 1-2
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 4

Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite der Kollegin Jäger = Anthro-Antiquariat auf die doch erträgliche Gesamtnote 3-

Freitag, 18. September 2009

Zwischen Himmel und Hölle > Webseitenkritik Nr.4


Antiquariat Magister Tinius (Hansjörg Viesel)

Die ganze Schrift der Startseite ist in abgedämpftem, nur schwer lesbarem Hellviolett gehalten. Das wirkt affig, arrogant und behandelt den Kunden als Opfer des Antiquars, der sich einiges zu gefallen lassen hat. Völlig unmöglich dazu der Kontrast jener (als einzige im Titelfeld satt schwarz gedruckten) vollmundigen gut lesbaren Notiz, der Antiquar verstehe sich als "Mitglied im Qualitätsportal der deutschsprachigen Antiquariate".

Bei dieser Gelegenheit sei jener Datenbank, deren Macher noch nie ein vernünftiges Deutsch schreiben konnten, ins Stammbuch geschrieben: Es ist nicht besonders glücklich formuliert, einer sei "Mitglied in einem Portal". Das muß man anders sagen, auch wenns nicht direkt falsch ist. Auch wird man die - von mir im flüchtigen Gebrauchstext öfter verwendete - Formulierung der "deutschsprachigen" Antiquariate als Markenzeichen herausgehoben doch lieber nicht verwenden. Denn natürlich sprechen "die Antiquariate" weder deutsch noch chinesisch, sondern sie haben deutschsprachige Bücher.

Unser verehrter Magister beginnt völlig überganglos damit, dem verdutzten Leser an den Kopf zu knallen: "Sie können mehrere durch Leerzeichen getrennte Suchbegriffe eingeben". Das ist ja schön, daß der Kunde das k a n n. Danke auch recht sehr! - Nur will ich als Kunde anders an die Hand genommen werden. Feldwebel Tinius hat die ungnädigste, brutalisierteste Startseite, die uns bisher vorgekommen ist. So geht das nicht.

Der nächste Satz ist bei näherem Hinsehen völlig dunkel und in dieser Kürze blödsinnig: "Es werden die Einträge angezeigt, in denen alle Suchbegriffe gefunden wurden.".

Hoffnungsfroh klicken wir die Registerkarte "Volltextsuche" im linken Feld an. Verblüffung! Tusch! Es erscheint haargenau die gleiche Suchmaske wie im Titelfeld. Darunter steht vorsorglich schon einmal "keine Einträge gefunden". - Werter Magister, veralbern kann ich mich selber.

Auch die Registerkarte "Rubrikensuche" erfreut uns nicht. der Kunde muß erst raten, daß sich unterhalb des voreingestellten "Alle Rubriken" - Herrgott, was meint er mit "Rubrik" - aber lassen wir das - die Aufdröselung diverser Sachgebiete versteckt.

Irgendetwas scheint von Geisterhand voreingestellt zu sein, denn unten beginnt, kaum zu erkennen in bläßlichem Hellst-Violett, "Eintrag : 1 bis 25 von 15526". Wieso, weshalb? Das wollte ich doch gar nicht?

Bei den Titeleinträgen laufen Verfasser und Titel übergangslos in Beschreibung und Kommentar hinein. Das ist bei (fast zu) großen Typen dieser Art etwas verwirrend. - Absurderweise durch Absatz getrennt ist dann das Gewicht(!), das mich so express abgesetzt ebensowenig interessiert wie die Bestellnummer des Herrn Tinius. Das Salbadere bei j e d e m Titel: "Preise inkl. Mehrwertsteuer. Hinzu kommen Versandkosten, deren Höhe Sie hier einsehen können." führt, stets wiederholt, innert kürzester Frist beim Durchsehen der Titeleinträge zu akuter Schizophrenie. Wer hat sich diesen Quatsch ausgedacht? Notabene: Nach jedem Titel, in genau dieser umständlichen Formulierung, prominent abgesetzt. Das ist Kundenquälerei. Dazu noch in blaßviolett... NEIN, NEIN, SO NICHT.

Keine Blödheit wird ausgelassen. Wenn ich "in den Warenkorb" unmittelbar unter den Preis setze, dann liest sich das jedesmal sinngemäß so, als würde der P r e i s in den Warenkorb gepackt und nicht das Buch. Erbarmung!

Die "Registerkarte "Kontakt" ist irgendwie zu mager. Verbinden Sie diesen Text lieber mit Ihrer separaten Karte "Impressum" - und vor allem ersparen Sie uns, angesichts der bisherigen unsäglichen "Leistung" Ihrer Webseitem, die aufdringliche Wiederholung der angeblichen "Qualitätsseite".

"Standort" als Registerkarte sollte ein Kärtchen enthalten und nicht nur einen Satz über Ribbecks Birnbaum, der die Besucher gewiß nicht zu Ihnen führen wird. Daß Sie "am Ankauf... interessiert" sind, ist ja schön, gehört aber nicht hierher.

Auf die skurrile Registerkarte "Links" war ich gespannt. Sie geben uns, wieder recht kühn, die Überschrift "Erlesene Links zum Thema Buch" und veranlassen mich damit zur Frage, wie "erlesen" wohl Ihre Links sein mögen. -

"Internationale Bibliotheken, Nachschlagwerke, Biographien, Bibliographien und vieles mehr" Halten zu Gnaden, sind Bibliographien etwa keine "Nachschlagwerke"? Und überhaupt: Was ist eine "internationale Bibliothek"? Ist nicht jede Bibliothek "international"? Schlagen Sie zunächst einmal im Duden nach und entdecken Sie, daß man richtig schreibt: Nachschlagewerke.

# Karlsruher Virtueller Katalog www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html
"Recherche in deutschsprachigen Bibliotheken" - Was defintiv zeigt, daß Sie den KVK noch nicht einmal von fern angeschaut haben - sonst schrieben Sie nicht solch einen Müll.

# Projekt Gutenberg Deutschland (Volltextarchiv Literatur) gutenberg.spiegel.de
"Das Projekt stellt seit über 10 Jahren klassische Literatur zum kostenlosen Lesen zur Verfügung.". Nein, man darfs nicht nur "lesen", sondern vor allem kopieren und herunterladen. Schon mal bemerkt?

Die Links zum Thema "Kunst" sind recht willkürlich ausgewählt, nur auf "Galerien" verstehen Sie sich etwas besser.

Nun wirds ernst. Sie treiben es tollkühn unter der Registerkarte "Impressum", ich zitiere:
"Hinweis: "Das Angebot zur Nutzung der Internet-Seiten von Antiquariat Magister Tinius umfasst die Möglichkeit des Abrufes von Dateien und Programmen über das Internet (Download). Der Nutzer trägt die Gefahr der ordnungsgemäßen und funktionsgerechten Übertragung, Speicherung und Nutzung der abgerufenen Daten und Programme. Die Verantwortlichkeit von Antiquariat Magister Tinius für unmittelbare und mittelbarer Schäden infolge fehlerhafter Daten und Programme ist ausgeschlossen " (...außer bei Absicht)

Wie kommen Sie denn auf so törichte Ideen? Da wäre der Fernabsatz unserer Bücher eine riskante Sache für unsere armen Kunden... Was Sie uns sagen wollen, verstehen wir schon. Aber so mißverständlich formuliert verwirren und benachteiligen Sie die Nutzer. Natürlich haften Sie prima vista für fehlerhafte Daten und Programme, wenn Sie über elektronische Verkaufslisten an Privatkunden liefern.

"Erklärung/Disclaimer:
Von etwaigen illegalen, persönlichkeitsverletzenden, moralisch oder ethisch anstößigen Inhalten distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit."
Sie sollten allmählich gelernt haben, daß Sätze dieser Art juristischen Nullwert haben. Mit "Distanzierung" ist es niemals getan. Und dazu noch der Wortmüll "moralisch oder ethisch" und das Kuriosum "anstößig". Also lieber Kollege, entweder Sie setzen sich mit Jugendmedienschutz, Pornographiegesetzgebung, den Grenzen von Schmähkritik, dem Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen usw. korrekt auseinander, oder Sie lassen es. Aber dieser Schmonzes, den Sie uns hier servieren, ist unerträglich, wirkungslos, fürchterlich. - Über den törichten Versuch einer vorsorglichen und generellen "Distanzierung" von Links mit Berufung auf LG Hamburg haben wir gestern schon gesprochen. Hört denn dieser juristische Uraltmüll n i e auf die Runde zu machen?

Im übrigen liegt hier, auch das ist uns nun schon bekannt, die leichtfertige, unerwartete Einsetzung der Suchmaschine großer Datenbanken anstelle eigener statischer Listen und Kataloge vor - das führt zu entsprechender Benotung. Hier aber verschärft durch die rücksichts- und erbarmungslose Quälerei des Kunden mittels einer fast nicht lesbaren blassen Schrift.

Ich sehe Düsteres auf uns zukommen - denn was bitte ist an dieser Webseite des Grauens eigentlich als positiv einzuschätzen? So gut wie nichts. Praktisch alles ist falsch gemacht worden.

Benotung der Webseite: Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 5-6
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 5

Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 5


Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite des Kollegen Viesel = Magister Tinius auf die sehr schlechte Gesamtnote 5-

Sie ist in jeder Hinsicht bisher die unerfreulichste Kollegenwebseite. Es gibt buchstäblich nichts, auf dem Kollege Viesel aufbauen könnte. So darf mit unseren Kunden nach meiner persönlichen Einschätzung nicht umgegangen werden - das grenzt an Kundenbeschimpfung.


Antiquariat Orban & Streu

Eine wunderschöne Startseite, in der mit Erfolg versucht wird, nicht nur den Laden, sondern seine Atmosphäre und mehr noch etwas vom Erlebnis, dort einzukaufen, sich dort aufzuhalten, herüberzubringen. Ich bin von diesem Bilderbogen ganz hingerissen! Wer immer diese Fotos so sensibel zusammengestellt hat, ist auf seine Weise ein Genie. Man muß ihn kennenlernen!

Angenehm die minimalistische Gestaltung des Textes. Die ausdruckbare Wegbeschreibung, so handgestrickt sie auch aussehen mag, ist gut brauchbar (ich kenne mein Frankfurt und kanns beurteilen), die Idee des Ausdruckens ist gut.

Die Sachgebietsgliederung unter der Registerkarte "Katalog" ist mustergültig, eine Freude fürs Auge. - Wen wundert es, daß auch die Titeleinträge ohne Fehl und Tadel daherkommen - persönlich habe ich die Leute im Verdacht, daß sie sich mit den guten Pixelfotos - selbst bei billigeren Büchern - ein wenig selber ausbeuten. Aber den Kunden freut es! Die dezenten Vermerke der eigenen Betriebsnummern stimmen ebenso heiter wie die ideale Anordnung der Preise. Da nimmt man die fehlende Warenkorbfunktion in Kauf.

Die unter "Service" angeordneten Versandbedingungen sind - warum gibt es immer nur Extreme zum Zuviel oder Zuwenig hin - in dieser Form zu knapp. Sie sind hochgradig abmahngefährdet. Bitte bleibt aber beim sympathischen Ton und kümmert euch einfach nur um jene 6 Sätze, die jeder Versandhändler schreiben muß. Das solltet Ihr aber sofort tun - das heißt noch heute.

Die Registerkarte "Projekte" wünschte ich mir ausführlicher. Wer so interessante Veranstaltungen auf die Beine stellt, der darf und muß wirklich etwas ausführlicher dafür werben.

Die "Links" sind wohl eher als Beitrag zum "Dadaismus in der Webseitengestaltung" gedacht. Muß dieses Jonglieren sein?

Das "Impressum" enthält unten allerlei lustigen und unnötigen juristischen Müll. Dadurch wird, notabene, die oben von mir dringlichst angemahnte Hinzufügung der Versandbedingungen nach Fernabsatzrecht usw. nicht ersetzt.

Fazit: Ich bin von dieser Webseite begeistert! Sie ist, gerade auch wegen ihrer individuellen, warmherzigen, menschlichen Gestaltung mit großem Abstand die beste bisher. Ein schwarzer Fleck, das Fehlen der Fernabsatzbedingungen, hat mit der Gestaltung und Funktionalität der Webseite an sich nicht direkt etwas zu tun. Sie führt daher nur zu geringem Punkteabzug - muß aber, ich sags nochmal, sofort ausgebügelt werden.


Benotung der Webseite: Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 1 (mit Stern) Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 1-2
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 1-2 (geringer Abzug wegen fehlender Warenkorbfunktion, ansonsten auch hier "mit Stern")


Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Die mathematisch errechnete Note wäre 1,3. Da wir aber zweimal "mit Stern" vergeben konnten, runden wir zweimal etwas auf.

Damit kommt die Webseite der Kollegen Orban und Streu auf die ganz erfreuliche Gesamtnote 1.

Ich gratuliere, freue mich aufrichtig und hoffe, daß sich die Kollegen inspirieren lassen von Eurer ausgezeichneten Arbeit.

Donnerstag, 17. September 2009

Webseitenkritik des Angebotsbündnisses, Folge 3 > Das Schlachtfest geht weiter

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Antiquariat für Occulta und Masonica Wolfgang Kistemann






Kollege Kistemann erfreut uns mit einer farblich wunderschönen Kopfleiste, bei deren Betrachtung sich das Auge erholen kann von den schrecklichen Rottönen, die im Netz heute vorherrschen. Er hat auch der Versuchung, den Firmennamen fett auszuzeichnen, widerstanden und gibt den Registerkarten unten in der Kopfleiste genau jenen Abstand, den sie brauchen. Die dezente Eule ist farblich und graphisch ideal eingefügt.

Das Tetragramm ist zur Aufzähhlung der Sachgebiete hin geschickt abgeblendet. Auf sowas muß man erst mal kommen, es wirkt wunderschön.

Seine Sachgebietseinteilung der Okkulta (Okkultismus ist mein Lebenshobby, neben der Nacktkultur) ist meiner Ansicht nach angreifbar, sehr unzweckmäßig und fern von jeder sinnvollen Didaktik. Aber auf diesem Gebiet scheiden sich die Geister. Ich bin als Freiburger natürlich ein Verfechter der Systematik des alten Bender-Instituts.

Dieser kleine Dissens fließt aber in gar keiner Weise ein in die Beurteilung der vorliegenden Seite.

Kistemanns Titelaufnahmen erscheinen in auffallend großer Schrifttype. Das erschwert in der Praxis das Herunterscrollen, setzt die Finger des Lesers in emsige Bewegung. Auch das ist letztlich Geschmackssache, mir wäre es etwas kleiner angenehmer.

Raffiniert und zur Nachahmung anzuraten ist die farbliche Abschwächung der Versandangaben. Die stören so den Lesefluß nicht. - Ich muß wieder einmal daran erinnern, daß die von sogenannten "Rechtsberatern" und anderen Umstandskrämern angeratenen Versandkosten-Angabeformen nicht erforderlich sind. Es reicht, das Inlandsporto und dem MWSt-Satz anzugeben. Auf diese Weise erspart man sich, hundertmal wie hier bei Kistemann lesen zu sollen:

"Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) 7,00 EURO & (Luftpost/air mail) 15,00 EURO. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) 12,00 EURO & (Luftpost/air mail) 25,00 EURO. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer."

Die Angaben zum Auslandsversand packt man am besten in eine besondere Registerkarte. Und dann mag uns der Kollege bei Gelegenheit erklären, wie er auf die putzigen Ideen zu den Versandwegen kommt. Jedes Postamt, jeder Paketcarrier belehrt ihn eines besseren; Kistemanns Transportformen gibt es so hübsch abgegrenzt fast nicht mehr. Fast alles "fliegt", sogar sea/land in den meisten Fällen.

So hübsch der allzu dezente Hinweis auf die Bestellmöglichkeit neben den Titeln auch wirkt, dem flüchtigen Leser enträtselt sich nicht, daß er hier draufklicken darf. Das muß man schon deutlicher machen.

"Bitte lesen Sie den Text der Geschäftsbedingungen, speichern Sie ihn dann auf Ihrer Festplatte oder drucken Sie ihn aus." - Lieber collega, diese Aufforderung im Rahmen des Bestellformulars ist taktlos, unverschämt und rundweg eine Zumutung. So schurigelt man seine Kunden nicht durchs Feld!

Ihre "Zwangsanordnung", qua derer man erst die Geschäftsbedingungen "ansehen" m u ß , um dann erst weiter fortfahren zu können, gehört in die gleiche Ecke der dreisten Unverschämtheiten. Sie sind nicht das Finanzamt, auch nicht die Kripo. Herrgott, so dürfen wir nicht mit unseren Kunden umgehen! Derartige Taktlosigkeiten vermerke ich übel, das führt zum Notenabzug.

Sie bringen eine Rubrik "Aktuelles", lassen sie aber fast leer. Schade. Der hochinteresasante Scan mit der Bitte um Mithilfe der Kunden ist mit einem Satz - nicht - kommentiert. Mein Gott, brechen Sie sich einen ab und gönnen Sie uns zwei, drei weitere Erklärungssätzchen. Kostet Sie jedes weitere Wort fünf Euro?

Ihre Abkürzungsliste enthält Selbstverständlichkeiten. Sparen Sie sich das lieber. Dagegen hätte ich Ihre Quellenliteraturliste zu diesem so komplexen Gebiet etwas ausgearbeiteter gern gesehen, sie wirkt mager.

Die AGB sind verquast, mit juristischem Müll zugestopft und in viel zu großer Type gesetzt. Solche Zumutungen fügt man dem Kunden, wenn man schon glaubt, daß das was helfen könnte (es hilft nix, schadet eher) , in kleiner Schrift zu.

Ihre Seite "Kataloge" verweist tatsächlich auf Listen. Man darf Übersichten mit 10-40 Titeln nicht "Kataloge" nennen. Das Ganze ist natürlich ein Katalog, die Teilbereiche aber sind keine Kataloge.

In der gleichen Seite führen Sie uns mustergültig vor, was Usability kann oder besser: Wie man gegen sie sündigt. Wie kommen Sie auf die Idee, Ihre (löbliche) Aufzählung der "Katalog-", also der Sachgebietsüberschriften, die der Kunde aufrufen soll, derart riesengroß und mit doppeltem Abstand zu setzen, daß der arme Leser drei Bildschirme tief scrollen muß - und wenn ihm die Hand wehtut, dann will er die anderen Sachgruppen vergleichen und kann und darf das nicht auf e i n e n Blick, weil Sies ihm verwehren. - Übersichten müssen auch wirklich "übersehen" werden können mit einem Blick. Sie aber quälen hier den Kunden gröblich.

Schreiten wir zur Notenvergabe, Mulzer, zücken Sie das rote Büchlein und schreiben Sie ein:

Benotung der Webseite:

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 2
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 2-3
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 1-2

Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite des Kollegen Kistemann auf die sehr erfreuliche Gesamtnote 2+

Fazit: Einige, zum Teil leider recht böse Patzer müssen unbedingt ausgebügelt werden, vor allem die tricky-tückische Zwangskenntnisnahme der AGB und das blödsinnig gesetzte Übersichtsfeld. Ansonsten aber ist hier ein Könner am Werk. So machen Webseiten Freude!


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Antiquariat Hecht

Das Grün des Schriftzugs im Kopf der Eingangsseite paßt nicht zum unterlegten Blau-Ton. Das tut weh, etwa wie wenn man mit einem Messer über Glas fährt oder unvermutet in eine Zitrone beißt. O je!

Die Zahl der Registerkarten im Kopf - oben - ist etwas zu groß, das verwirrt und schreckt ab. Man wird trefflich darüber streiten können, ob nicht die Vielzahl der Sachgebiete - links - etwas zu groß, teils auch redundant und überflüssig ist. Geschickt jedenfalls erscheint die Angabe der jeweils verfügbaren Titelzahl, was freilich nicht einfach zu programmieren ist. (Nachschrift: Es sei denn, daß man Mogelpackungen verkauft und einfach nur ein Prolibri-Portälchen anbietet, siehe unten). Mir persönlich ist eine systematische Aufstellung lieber, beginnend mit Philosophie etwa und endend bei dem Kochbüchern.

Es gibt bei Ihnen mehrere Startseiten, die mit dem Foto Ihres Ladens ist hübsch, die andere aber (auf die wir bei "Aktualisieren" stoßen) erweist sich als häßlich. Und dann der Text... "Wir sind ein allgemeines Antiquariat". Nein - ich hoffe, Sie sind ein Mensch. - "...mit den Schwerpunkten Belletristik, Insel-Bücherei, Kunst sowie Geisteswissenschaften (Theologie, Philosophie, Geschichte u.a.)." Diese Auffassung von Geisteswissenschaften als Sammelbegriff ist töricht. Sowas geht nur bei den Angelsachsen, die haben ganz andere Einteilungsweisen. - "Stöbern Sie auf gut 80 qm in ca. 25.000 Büchern in unserem Ladengeschäft " - wenn Sie auf 80 qu 25.000 Bücher unterbringen, bereit zum Stöbern der Kunden (die brauchen mindestens 40 cm Daseinsfläche zwischen den Bücherreihen) fresse ich auch den zweiten Besen. Nicht flunkern! - "...erhalten Sie 10% Rabatt (die angezeigten Preise sind bereits rabattiert)" - bitte kein fürchterliches Kaufmannsdeutsch. Das paßt nicht zu unserem Kundenkreis. Ich bin rabattiert, Du bist rabattiert, er, sie es...

Die kleine Eingabemaske zur Büchersuche ist unklar. "Volltext" versteht der Kunde nur dann, wenn er die Alternative zur separaten Verfasser- und Titeleingabe daneben erkennt, was "Sortierung nach Relevanz" ist, weiß nicht einmal ich. Der Kunde weiß es auch nicht. -

Der Eintrag "Mitglied im Qualitätsportal der deutschsprachigen Antiquariate", hier noch prominent neben der Suchmaske, ist ein oberpeinliches Selbstlob. Spüren Sie das nicht? Der Kunde registriert solche Angeberei mitleidslos, ich auch, indem ich Punktabzug für solche Taktlosigkeiten anordne. Über das danebenstehende "Aboev" darf man wenigstens schmunzeln, diese lächerlichste aller Abkürzungen hatte ich schon ganz vergessen - gibt es Euch denn noch?

Die große Suchmaske (unter der Registerkarte "Suche") gefällt mir sehr gut, Kompliment! Die beste, sinnvollste Suchmaske, in tadelloser Anordnung. Warum nicht gleich so?

Schreck laß nach - das darf doch nicht wahr sein - - - - wohin verweist die Suchmaske? Wie beim Fall "Bergische Bücherstube" - sie ist, nach meiner persönlichen Auffassung, eine

*Mogelpackung,

denn sie verweist nicht auf Ihren eigenen statischen Katalog, den hatten wir uns vergeblich erhofft, sie ist nichts als ein schäbiger Trick, nämlich ein Suchportal zur Prolibri-Datenbank, aus der wir Ihre Titel herausziehen dürfen.

So geht es nicht. Das ist nach meiner persönlichen Auffassung Kundenveralberung, ja: Kundentäuschung. Der Kunde erwartet auf der eigenen Webseite des Antiquariats einen statischen Katalog.

"Wir über uns" ist, von einem schweren Grammatikfehler abgesehen, in Ordnung: Sympathisch sachlich (fast zu sachlich) und rundum angenehm.

Die "AGB" schauerlich (das Nest für diesen Müll muß irgendwo zu suchen sein), aber wenigstens in kleiner Type gesetzt.

Der Anfahrtsplan (Google) wirkt pfiffig, ist aber nur sinnvoll benutzbar, wenn man die Google-Benutzung kennt. Ich rate daher zu einer Gebrauchsanleitung in Kürzestform, die man nebendran setzt.

Ihre Ankaufsseite wirkt abschreckend, sie kommandiert. Man sollte die Kunden nicht abwehren mit solchen Feldwebeltönen: "Die Bücher sollten
- vollständig, sauber und ohne Wasserschäden sein,
- über stabile, feste und vollständige Einbände verfügen,
- keine Anstreichungen haben,
- nicht aus einem Raucherhaushalt stammen.
Bitte geben Sie es in der Liste an, wenn einer der Punkte nicht zutrifft"

Sowas sieht man dann doch vor Ort, frägt es höchstens vorher ab am Telefon. Sind Sie, lieber Kollege, wirklich so weltfremd im Ankauf?

Ihr "Glossar" gefällt mir sehr gut - so muß es sein, ganz prima!

Fazit: Die "beiden" Eingangsseiten heben sich leider gegeneinander auf, die beiden Suchmasken auch, manch nette Einzelheit wird durch die widerliche Taktlosigkeit in Sachen "Qualitäts"-Eigenlob egalisiert, sodaß leider formal nur ein Durchschnittsergebnis möglich ist. Der (verzeihen Sie meine persönliche, nicht juristisch gemeinte Wertung:) "Humbug" mit dem nicht vorhandenen statischen Katalog macht mir eine radikale Abwertung in Sachen Titelaufnahme zur Pflicht.

Benotung der Webseite:

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 3
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 3
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 5

Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite des Kollegen Hecht auf die nicht sehr erfreuliche Gesamtnote 4+

Im Ansatz haben Sie die richtige Auffassung, man spürt Eigeninitiative. Sie sollten Ihren eigenen Kopf durchsetzen und sich nicht an schauerliche "Qualitäts-Webseiten" anhängen. Dann wirds viel besser.


...

20 % Umsatzeinbruch der Antiquare durch Googles on-demand-Drucke




Es sei mir gestattet, aus der (wir staunen) sehr guten Zusammenfassung des Börsenblatts von heute zu zitieren:

"Google stelle damit seine zwei Millionen urheberrechtsfreie Titel aus der Google Buchsuche für den Druck bereit. Produziert werde mit der Espresso Book Machine, die On Demand Books schon vor einiger Zeit auf den Markt gebracht hat.

Bisher sind die Bücher bei Google nur in digitaler Form zugänglich. "Mit der Espresso Machine ermöglichen wir es den Kunden, alte Bücher wieder in den Händen zu halten, die seit Jahren nicht mehr gedruckt werden", zitiert Reuters ein Statement der beiden Kooperationspartner.

Die fertigen Bücher sollen rund acht Dollar kosten, ein Dollar gehe an Google, ein weiterer an Books on Demand."


Was lehrt uns dies, besonders im Hinblick auf den deutschen Altbuchmarkt?

Nach Klärung der teils absurden, teils aber auch wirklich komplizierten deutschen Urheberrechtssituation, also wenn Google seinen verzweifelten Schritt, bei uns um des lieben Friedens willen einfach "1900" als Pauschalgrenze anzusetzen, aufgibt und den dummfrechen Anwälten der deutschen Verleger Paroli bietet - wenn also endlich in jedem Einzelfall das deutsche Urheberrecht konsequent angewendet wird - - dann Gnade uns Buchantiquaren Gott.

Denn in der Praxis bedeutet das die pauschale Entwertung des größeren Teils unserer Altbestände hinunter auf 5 Euro. Einige Überlegungen dazu.

1.
Würde etwa der Börsenverein, die Quack, das Webseitenbündnis oder die Bundesregierung die Nachdruckgeschichte betreiben, dann könnten wir uns beruhigt zurücklehnen und einiger Jahre Schonung gewiß sein -bis das Unvermeidliche dann unsere Kindeskinder treffen würde. Ganz anders bei Google - ich bin aus einem kritischen Google-Beobachter zu einem begeisterten Google-Freund geworden nicht zuletzt durch die Schnelligkeit, mit der Google arbeitet. So muß es gehen!

Nur eben bedeutet das in unserem Fall, daß das Unglück schon vor der Tür steht im schwarzen Gewand, mit verhülltem Gesicht und einer Tafel in der Hand, auf der steht "Nemesis".

2.
Der echte Sammler, für den das alte Buch wirklich - im Sinne des Briefmarkensammlers - ein Dokument darstellt, der wird bei unseren alten Originalen bleiben (für die freilich auch dann ein mörderischer Preissturz zu erwarten ist). Aber alle anderen, auch viele Sammler mit dem erbärmlichen Tick, "saubere" Exemplare haben zu wollen, werden erst teilweise, dann ganz zu den Google-Büchern abdriften. Ich rechne bei mittleren Titeln mit einem Verlust von 75 % aller Käufe und einem Preisverfall bis etwa zum Doppelten der Google-Bücher, also bis zu rd. 10 Euro, immer im Bereich der urheberrechtsfreien Titel.

3.
Was ganz unbeschadet bleiben wird, ist der Seltenheitsmarkt. Ab etwa 100 Euro wird alles beim Alten bleiben. Wer überwiegend von den Seltenheiten lebt (ich zähle ebenso dazu wie z.B. meine geschätzten Diskussionspartner am unteren Rhein), der muß sich wenig Sorgen machen. Halten wir aber fest, daß die Kollegen, die von "Versteigerungsware" leben können, nur bei etwa 100 (von über 1000 Antiquaren insgesamt) zu zählen sind.

Randbemerkung: Ich hoffe, daß wir keine Neuauflage des ekelhaften Egoismus mancher Kollegen bekommen, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit verwundert fragen "bei mir läuft alles bestens - was wollt Ihr eigentlich?"

4.
Versuchen wir das Elend zu quantifizieren. Der Anteil urheberrechtsfreier Bücher in Deutschland dürfte, quer über alle Antiquare gerechnet, absatz-wertmäßig ein knappes Viertel ausmachen. Nicht in Stückzahlen, da ist der Anteil geringer, wohl aber in der Wertrechnung, denn wenn wir Titel vor etwa 1929 verkaufen, dann sind diese in der Regel spürbar teurer als vergleichbare Titel späterer Jahre.

Dieses geschätzte Umsatzviertel "sinkt" dann nicht etwa auf 5 Euro herunter - sondern es verschwindet völlig, es ist nicht mehr da. Für 5 Euro kann ich etwas schwierigere Titel, die ich ja nicht einfach per ISBN-Nummer bearbeiten kann nach Schema, bei denen ich also etwas näher hinsehen muß, rentabel weder bereithalten noch versenden. Das geht nicht. Man kann da nur auf das (kleine) Häuflein der echten Originalstück-Sammler hoffen, aber auch deren Preise werden, wegen des dann eintretenden Überangebots, in tiefste Tiefen fallen, bei rd. 10 Euro aber doch noch erträglich bleiben.

Insgesamt dürfte der Umsatzrückgang für den Antiquar wertmäßig bei 20 % liegen.

Was diese auf den ersten Blick nicht tragische Zahl bei der knappen Rendite vieler Kollegen wirklich bedeutet, kann nur der ermessen, der sich vorstellt, vom Jahresertrag ganz einfach ein Fünftel abzuziehen. Ich kenne Kollegen, die dann zumachen müssen.

5.
Gibt es Gegenmaßnahmen? Hierüber sollten wir uns subito den Kopf zerbrechen. Juristische Wege gibt es nicht, und weil Google - nicht die völlig verstaubten, handlungsgelähmten, durch jahrelangen Umsatzabbau und Ladenkettenabwehr quasi kastrierten Buchhändler - hier am Werke ist, sind auch volkswirtschaftliche Gegenmaßnahmen nicht möglich. Was aber dann? Mit Redensarten wie "Stärkung des Sammelgedankens unter unseren Kunden" können wir nur Björn Biester erfreuen, also wirkungslose Fensterreden halten. Wir brauchen konkrete Ideen.


Anmerkung:
Auf die armen Buchhändler komme ich oben nicht ohne Hintergedanken zu sprechen. Ihnen wurde, vom Börsenblatt schön propagiert, ein Nachdruckgerät angeboten, das verzweifelte Ähnlichkeit mit der jetzigen Google-Nachdruckapparatur hatte, nur wohl wesentlich abgespeckter. So pfiffig die technische Seite auch gelöst war - die strategische wurde völlig, gottserbärmlich und ganz mitleidserregend vermüllt, verdummbeutelt und in den Sand gesetzt. Mir schien das so, als würde jemand einen Porsche als Traktor zum Düngerstreuen verwenden wollen.

Es wäre sehr wohl eine Chance gewesen - würden da nicht der Börsenverein, die Urheberrechtsklüngel und der Besitzwahn der Verleger im Wege gestanden haben. Als Objekte des Print-on-demand von Verlegers Gnaden waren dann nämlich nur noch kümmerlich-peinliche Ruinen übriggeblieben...



Herzlichen Dank an Kollegen RFMeyer für diesen Link: http://ow.ly/pQ3m

Das hübsche Deckelbild, für dessen Verwendungsmöglichkeit wir uns bedanken, gehört den Verlagen Thesis und Uranos. wird auf einfache Anforderung hin entfernt.

Mittwoch, 16. September 2009

Die Individualität des Antiquars - nur ein eitler Popanz?




In der laufenden Diskussion, die sich aus dem Interview unseres Herrn Holzapfel von w+h derzeit im Börsenblatt entwickelt, treten einige Rätsler und Mystifizierer auf, die, verpackt in literarische Kunstformen, brandgefährliche Thesen vertreten.

Kaum stellt w+h eine wirklich nützliche Software zum Bucheinstellen bei mehreren Portalen zur Verfügung, wähnt ein Kollege die "Individualität" des Antiquariats in Gefahr. Das sei Gleichmacherei, und überhaupt verkaufe jetzt schon und in Zukunft noch viel mehr der Antiquar über seine eigene Handschrift. Der Kunde wolle den Antiquar als Individuum kennenlernen, dann werde er kaufen.

Wie belämmernd weltfremd diese Ansicht ist, sehe ich an den weißgott "individuellen" Webseiten der Kollegen, durch die ich mich jeden Tag hindurcharbeite, nicht immer zu meinem Vergnügen. Wir dürfen jene einzigartige Versammlung von Skurrilitäten und mehr oder weniger liebenswürdigen Fähigkeiten und Unfähigkeiten, die unser Berufsstand zusammenführt, doch nicht überschätzen Auch die Insassen der Wachstation eines Irrenhauses sind "indivuduell".

Dazu kommt die schlichte Tatsache, daß unsere Webseiten und damit unsere Individualität von den Kunden ums Verrrecken gar nicht aufgefunden, nicht entdeckt und aufgesucht werden können!

Eben weil es an dem fehlt, was angeblich so zu verteufeln ist - an einer machtvollen Gesamtorganisation.

w+h hat zum kleineren, das ZVAB zum größeren Teil die eine Hälfte der "machtvollen Organisation" aufgebaut - nur daß die Macht eben nicht in unseren eigenen, sondern in fremden Händen liegt. Die andere Hälfte, die notwendig ist, möchte ich mit "machtvoller Webring" umschreiben. Ich werde diesen Gedanken aber erst nach Abschluß der laufenden Webseitenkritiken hier vorstellen - sonst stümpert sich Kollege Weinbrenner in seiner Xing-Haftanstalt mit meinen Ideen irgendwas Fürchterliches zurecht.

Nota 1: Ich führe Prolibri jetzt mit Absicht nicht mehr unter den ernstzunehmenden Datenbanken. Mit ehrlichem Abscheu mußte ich gestern, bei der Webseiten-Kritik der "Bergischen Bücherstube", feststellen, daß dieser Schnarchverein noch nicht einmal in der Lage war, meinen harschen Tadel an den blödsinnigen gepünktelten Unterstreichungen, vor vielen Monaten feierlich geäußert, (sie sind unlogisch und deshalb irreführend) in irgendeine Tat umzusetzen, von den anderen Details zu schweigen. Eine, nach meiner persönlichen Einschätzung, so unfähige Datenbankverwaltung verdient ihr jämmerliches Dahinsiechen. Das ist eine Schande - dann aber noch große Sprüche klopfen von wegen "Qualität".

Nota 2: Die Ausführungen des Kollegen Herkner zu den hohen Ebay-Anforderungen an die Antiquare kann ich nur unterstreichen - sie sind absolut zutreffend. Etwa die Hälfte aller Ebay-Kunden, die für bessere Titel in Frage kommen, sind unauffällig und könnten auch typische ZVAB-Käufer sein. Die andere Hälfte aber will betreut, freundlich beraten und ziemlich korrekt behandelt sein. Wer nicht nette, aufrichtige Emails an die Kunden g e r n schreibt, ist für Ebay ungeeignet.

Ich bin ein ziemlicher Muffel im Umgang mit meinen Kundern, gehöre streckenweise sogar zum Typ "Kundenbeschimpfung". Der Kunde soll ein wirklich gutes Buch richtig erhalten - und im übrigen still sein. Das ist eigentlich meine Grundauffassung - - aber die darf man bei Ebay tatsächlich n i c h t haben. Ich bin in dieser Frage einen schweren Weg gegangen und weiß nun, daß ich wirklich nett zu den Kunden sein muß - nicht nur gespielt, sondern aufrichtig.

Dies können tatsächlich viele Antiquare (noch) nicht und deshalb hat Kollege Herkner absolut recht.

Es ist schon spät, und ich habe 12 (zwölf) Stunden Ankaufsfahrt mit 400 (vierhundert) Kilometer Landstraße hinter mir. Deshalb fasse ich diesen Beitrag kurz, bringe den Kern aber noch einmal am Schluß:

Die "Individualität" des Antiquars nützt ihm zur Zeit einen Dreck, weil er - mangels Organisation - mit seiner Webseite kläglich untergeht im Google-Meer. Vor allem braucht der Kunde bei unserer jetzigen hundsmiseraben Selbstorganisation viel zu lang, um unsere Webseiten zu enträtseln. Und, notabene, w+h arbeitet gut und ist nützlich. Leute mit gutem Gedächtnis wissen, daß ich das schon immer betont hatte.


Ich danke Waldemar Erdmann für das kluge Bild. Es bleibt sein Eigentum und wird nach formloser Aufforderung sofort entfernt.

Montag, 14. September 2009

Webseitenkritik des Angebotsbündnisses, Folge 2 > Nur Katastrophen in Serie?


Antiquariat Katrin Brandel


Bei aller Freude am Weglassen unnötiger Abgrenzungen, man kanns auch übertreiben. Was bei Kollegin Brandel über der Kopfzeile steht, ist lieb- und rücksichtslos ineinander übergehend aufgereiht. - Das Blau wirkt wie eine Babyausstattung im HO-Kaufhaus Eisenhüttenstadt 1970. Darüber, den armen Augen des Lesers gegenüber reichlich unbarmherzig, blaßblaue Schrift, die nur wenig dunkler erscheint als die Grundfarbe. Auch auf dem Foto in der Bildmitte herrscht Nebel.

Zornig machen mich die links vom Bild aufgezählten interessanten Themen, die jeder Nutzer für anklickbar halten muß, die aber *nicht* verlinkt sind. Solche Verwirrspiele sollte man unterlassen. - Das Foto dagegen ist anklickbar, generiert aber nur "Not found".

Sorry, liebe Frau Brandel, diese Eingangsseite ist in jeder Hinsicht eine Unmöglichkeit.

Unter "Impressum" kommt nicht etwa nur das Impressum, sondern ganz überwiegend ein Text zur Geschichte des Hauses in merkwürdigem Deutsch, aber mit guten Fotos. Nota: Ein Antiquariat "gründet sich" nicht, es wird gegründet. - Die "AGB" sind zum Kotzen lang, drohend und bierernst gehalten, wirken kundenabschreckend. Sie enthalten zu 80 % juristisch Überflüssiges. - Dagegen ist der Text zum offenbar recht interessanten Verlag zu kurz. Das gleiche gilt für die Museumsseite. Die angebotenen Häppchen sind allzu geizig und spärlich verteilt, dabei ist das Thema (Friedrichshagen) nicht nur für mich alten Lebensreformer hochinteressant. - Sehr gute Galerieseite: Warum sind nicht alle Teile dieser Webseite so schön gestaltet?

Formal eine Katastrophe ist die Eingangsseite zum "Bücherbestand" : Der Leser ahnt nicht einmal, daß er die Sachgebiete anklicken kann und soll. Hier ist, durch eine vermeintliche "Kleinigkeit", der Mißerfolg der ganzen Seite vorprogrammiert. Denn tatsächlich öffnen sich hier sehr gut gestaltete und klug formulierte Katalogseiten, eine wahre Freude!

Durchaus ordentliche Titelaufnahme. Kleine Fehler wie öfter "Gutes Exemplar", "umfangreiches Buch" und andere Plattitüden könnte frau sich sparen.

Der Haftungsausschluß bei den Links ist juristisch völlig unwirksam - wer kolportiert solchen Unfug eigentlich von Jahr zu Jahr weiter? Ganz dasselbe gilt für folgende goldene Worte: "Bilder und Texte unserer Website unterliegen unserem Copyright. Deren anderweitige Benutzung ohne unsere vorherige schriftliche Genehmigung wird hiermit untersagt".

Das Gesamtbild dieser Kollegenseite ist sehr zwiespältig, Licht und Schatten liegen nah beieinander. Der ganz grobe, schwere Fehler bei dem verhehlten Einstieg in die (guten) Katalogbestände wirkt sich auf die Benotung massiv aus. Das tut weh, weil die Titelaufnahmen an sich eine gute "2" verdienen. - Die monierten Mängel bei der Seitenästhetik werden durch die originelle Gestaltung aufgewogen.

Benotung der Webseite:

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 2

Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 3

Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 4


Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Brandel-Webseite auf die Gesamtnote 3

Nach Verbesserung des unbegreiflichen Usability-Zugangsfehlers beim Katalogeintritt kann diese Webseite eine sehr gute "2" erreichen. Trotz meiner ästhetischen Kritteleien finde ich die Webseite gefühlsmäßig erfreulich, die Nachempfindung ist positiv, man wird gern dorthin zurückkehren.


+++++++++++++++++++++


Antiquariat Christa Wandowski


Die Eingangsseite ist äußerst unbefriedigend. Wir haben vier unterschiedliche Schriften, zwei davon passen zueinander wie Katz und Hund (Antiquariats-Schriftzug und linke Seite am Rand), zwei andere sind sich zwar ähnlich, aber doch aus zwei verschiedenen Familienzweigen, so als seien dem Drucker die Lettern ausgegangen, nun nimmt er "ähnliche". - Was hat der geschätzten Kollegin zu einem stimmungsvollen Eingangsgedicht des großen Philosophen die Formulierung "Nietzsche, Friedrich" in den Sinn gebracht? Wandowski, Christa, das ist keine Sprachästhetik.

Aber wen wundert das, wenn er gleich unter dem Stimmungsgedicht einen rot gedruckten, abstoßend formulierten Rabattvermerk vorgesetzt bekommt, "...sofern das Gewicht nicht 1000 gr übersteigt". O armer Nietzsche, was tun sie dir an? -

Über Bilder läßt sich streiten, gewiß. Aber die vier hier vorgestellten sind alle so kalt, so eiseskühl und gemütsbeklemmend, daß mich friert. Dazu paßt dann die leicht violette, irgendwie schmutzig-kühle Grundfarbe der Seite. - Das poetische, spitzweghafte "Kleve"-Logo paßt zu den 4 Bildern wie die Faust aufs Auge. - Wenn ich etwas, in größerer Überschrift, "Blickfang" nennen muß, dann hab ich schon was falsch gemacht. Ein Blickfang fängt eben den Blick, per se. Tut ers nicht, hilft auch die Überschrift nix. -

Die Browser-Einstellung der Webseite paßt nicht zum Hauptinstrument aller Intellellen (die doch unsere Kunden sind), zum Firefox; bei jedem Browser peinlich ist der gähnend leere untere Raum, den hochzuziehen wir durch ein verkehrtes Seitenlaufband eingeladen worden sind.

Fazit: Die mit großem Abstand renovierungsbedürftigste Eingangsseite, die ich heute gesehen habe.

Die Titelaufnahmen gehören durch ihre Aufgliederung und Strukturierung ins Museum des Absurden. Das ist bedauerlich, weil (unter der komischen, idiotisch wiederholten Spitzmarke "Bemerkungen") sehr gute, einfühlsame und kluge Ausführungen zur Bedeutung des Buchs und zum Inhalt gegeben werden. Hier scheitert ein geistig aufgeschlossenes und wohlmeinendes Talent völlig an formalen Kriterien.

Hoppla, zunächst hat man den bestimmten Eindruck: Die Kollegin gibt sich mit Seitenzahlen grundsätzlich nicht ab. Oder doch? Wir klicken die rätselvolle Verweismarke "Details" an, und - siehe da, heureka! - die Seitenzahlen sind da. Aber, o Unglück, auf einer neuen Seite!

Gleichberechtigt stehen daneben Rubriken für das Gewicht und für die ISBN, letztere ganz gnadenlos freigehalten auch bei Büchern von 1941 und aus der Lutherzeit, seis drum, hier wird alles über einen Kamm geschoren.

Die für die Titelaufnahmen verwendete Schrift ist die allerungeeignetste aus den 2000 gängigen Lettersammlungen, über die man so verfügt - eine geklonte DDR-Schreibmaschinentype, Baujahr 1960. Wie jemand auf die Idee kommt, solch leseverhütende, leseflußverbietende Un-Schrift ausgerechnet für Titelaufnahmen zu verwenden, das weiß nur die werte Kollegin. - Unter den "Details" lesen wir jedesmal die goldenen Worte: "Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, Sollten Sie das Buch Ihrer Wahl bestellen wollen, so steht Ihnen die Möglichkeit mit einem Bestellformular zu bestellen, zur Verfügung."

Un so geht es munter weiter. Machen wir dem grausamen Spiel ein Ende, nicht ohne noch die Unsitte zu beklagen, eine ausgesucht blasse Schrift zur weiteren Quälerei des hier ohnehin gestreßten Lesers zu verwenden.

Ich ziehe den Hut vor Ihrem Fleiß, liebe Kollegin. Davon könnten sich manche Webseitenschreiber eine Scheibe abschneiden. Aber das völlige Chaos, das Sie sich - und uns - antun, muß mitleidslos in eine sehr deutliche Benotung einfließen.

Benotung der Webseite:

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 4

Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 3

Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 5


Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Webseite der Kollegin Wandowski auf die Gesamtnote 4,5

Liebe Kollegin, Sie müssen alles, von der Titelaufnahme bis zum Webseitenbau, neu durchplanen. Das ist keine Schande - eine Schande ist nur, daß unser zerstrittener Berufsstand in seiner organisatorischen Lähmung Ihnen diese Ausbildung bisher nicht gewähren konnte. Ich hätte Lust, Sie da an der Hand zu nehmen. Aber wie und wo und wann? Stattdessen muß ich Ihnen eine schlechte Note geben. So ist das Leben.











Webseitenkritik des Angebotsbündnisses, Folge 1 > Wir ahnen Schreckliches

Vorspruch:
Jeder Webring ist so stark wie sein schwächstes Glied







Unter einem wenig gloriosen Sammeltitel ("Webseitenbündnis") und in mustergültig chaotischer Desorganisation haben sich einige deutsche Antiquariate zu dem zusammengeschlossen, was man am ehesten noch als einen "Webring" bezeichnen könnte - auch wenn die werten Kollegen noch Lichtjahre von den funktionalen Erstklässlerweisheiten entfernt sind, die einem Webring zugrundeliegen.

Der Blog, den Sie gerade lesen, hat, wie Sie wissen, die selbstverschuldete Blödheit der deutschen Antiquare (mich nicht ausgeschlossen) als nahezu einziges Thema. Um so lieber künde ich gern und lauthals das Lob der zugrundeliegenden Idee des Webseitenbündnisses, mit dem Zusatz: Es könnte viel draus zu machen sein, so man nur wollte.

Aber man will lieber mauscheln, intrigieren, Katzenbüsis streicheln, selbstquälerisch seine Lebensfrist mit Titeleingaben verbringen - auch wenn elementare Zeit-Ertragsrechnungen uns zeigen, daß man als Putzfrau beim Kaufhof mehr verdient... jedenfalls solang die grauenhaften Organisationsmängel in unserem schönen Gewerbe nicht beseitigt werden.


Sehen wir uns doch einmal an, wie die Antiquare in Gestaltung und Funktionalität ihrer Webseiten vorangekommen sind. Ich kann das ganz erbarmungslos tun, denn ich bin in Sachen Webseitenabsatz als alter Ebay-Mann kein direkter Konkurrent zu diesem Kollegenring, Schmähkritik ist auch nicht beabsichtigt, denn jedes meiner zu erwartenden Urteile beruht, nach bestem Wissen und Gewissen, auf Fakten, und die Kollegen müssen in Gottes Namen damit rechnen, daß ihr Webangebot, solang es sich als Verkaufsofferte an eine breite Öffentlichkeit richtet, gnadenlos getestet wird. Auch hat mein Blog minimale Zugriffszahlen und ist außerhalb unseres Fachbereichs völlig unbekannt. Manchmal ist das gut so...

Ich kritisiere im Interesse der Antiquare, die Kunden dagegen sind mir an und für sich egal. Wir quälen sie, unsere Kunden, durch unsere organisatorische Zersplitterung und Inkonsequenz ohnehin bis aufs Blut. Mir geht es für heute um das Wohl und Wehe der Kollegen. Man kann nur dann besser werden, wenn offen geredet wird. Die ätherischen Pflasterflügel und die sanft-tückischen Damen mit dem alten Tintenfaß mögen dann Retourkutschen fahren - ich habe einen breiten Rücken.

Die Reihenfolge der Webseiten entspricht dem Alphabet.


Angelibri

Die Sachgliederung ist höchst kurios. Der Antiquar muß sich schon etwas mehr Gedanken dazu machen, so geht es nicht. Wir wissen ja, was er meint, aber die Hälfte der Gruppen überschneiden sich, sind in sich enthalten oder ganz einfach unvernünftig. So darf ein Antiquar seinen Bestand nicht aufgliedern wollen.

Das Postgelb, auch noch in mehreren abgeblaßten Farbnuancen, ist hier unschön. Überhaupt, siehe SFB, Vorsicht mit bestimmten Gelb-, Rot- und Brauntönen...

Die Vorstellung der werten Person des Antiquars ist zu prominent, auch wenn Angeli das nett formuliert. - "Büchersalon" ist eine hübsche Idee; freilich auch - Frisiersalon... - "Mein Name ist Rudolf Angeli" - bitte so nicht. Sehen wir die Tagesschau?

"Anspruchsvolle Literatur" , igitt. Bitte ein für alle mal Vorsicht mit dem Wort "anspruchsvoll". Arrogant, eingebildet, hochtönend, wollen wir so wirken? - Die Idee mit dem Riesenfeld einer Listung vorhandener Autoren ist gut, freilich muß dann das Namensmeer dann (Heidenarbeit, ich weiß) auch verlinkt werden. Sonst wirkt es, wie hier, peinlich. - Noch mehr gilt dies für die Rubrik "neu gelistet". Ohne Verlinkung ist das Kundenveralberung.

Die ersten Sätze in "Was Sie von mir erwarten dürfen" empfinde ich als uneinheitlich - ein wenig Selbstbeweihräucherung, aber auch Hausierengehen mit Selbstverständlichkeiten. Daß es so nicht läuft, muß Ihnen, lieber Kollege, ihr guter Geschmack schon sagen.

Die Rechtsbedingungen sind von erfrischender Kürze, Kompliment! Dito ein tadelloses Impressum.

Ihre Riesenrubrik "Hilfe" ist das Musterbeispiel einer unsinnigen Antiquariatsseite. Lassen Sie den Kinderkram doch weg, wenn Sie das nicht klarer und besser sagen können. In dieser Form ist es - ganz überflüssige - Kundenveralberung. Sofort herausnehmen, ersatzlos!

Die Aufteilung und Darbietung Ihres Felds "Suchaufträge" ist kafkaesk - Absurdistan hoch2. Jeder Kollege wird mir da beipflichten. Sofort herauswerfen! - Ihre Rabatt-Rechenkünste bei "Sonder-Angebote", auf deutsch "Sonderangebote", wirken erst erheiternd, dann oberpeinlich. Was sollen diese Mätzchen?

Nun ans Eingemachte. Ihre Titelaufnahmen sind schlicht und ergreifend unleserlich. Mit dieser tabellarischen Form beleidigen Sie ihre Kunden, anstatt sie zu erfreuen. Es ist auf den ersten Blick ersichtlich, daß und weshalb die gute alte, durchgängig lesbare Titelaufnahme unersetzbar ist. Angesichts dieser Misere erspare ich mir weiteres Eingehen auf die teils merkwürdigen Inhalte der Titelaufnahmen.

Benotung der Webseite:

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 4
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 2-3
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 6

Zur Ermittlung der Gesamtnote zählen jeweils

Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 40 %
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 20 %
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 40 %

Damit kommt die Angelibri-Webseite auf die Gesamtnote 4,5

Lieber Kollege, ich gehe davon aus, daß Sie ihre Webseite sehr schnell und gründlich umbauen und Ihre Titeldarstellungen an Haupt und Gliedern reformieren werden. Sonst bleiben Sie im nächsten Frühjahr sitzen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++


Antiquariat Bergische Bücherstube

Wollen mal sehen, was der altbewährte Kollege auf die Beine gestellt hat. - Nach wie vor sympathisch wirkt die Formulierung "Bücherstube", da schwingt viel Positives mit. Die drei Eingangssätzchen lassen sich in besserem Deutsch in einen Satz zusammenziehen, wirken dann freilich weniger affig. Bitte nicht beeindrucken wollen mit übergroßen Verbandssigneten. Copyright-Vermerke zur eigenen Webseite wirken peinlich, besonders dann, wenn der Vermerk sachlich falsch ist und juristisch unnötig wie ein Kropf.

Das unschöne Signet "Saferpay" ist nicht verlinkt und wirkt auf der Eingangsseite deplaziert. Auch bei den blauen "Schwerpunkten" erwartet man Verlinkungen. Das animierte lesende Männlein erfreut unser Herz. Gute Idee: Englischer Text - nur reicht die englische Flagge zur Kenntnisnahme nicht aus (und: es gibt Leser aus den USA). Diese Einzelkritik soll nicht verbergen, daß die Gestaltung der Eingangsseite formal und farblich außerordentlich gut gelungen ist.

Im "Informationsteil" taumelt der Verfasser zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsform hin und her. Auch sollte man Wischiwaschiworte wie "Information" hier vermeiden - schließlich ist alles im Web Information. - Daß Kollege Mewes einen Verlag unterhält, sollte er nicht nur im Nebensatz mitteilen. Auch fehlt beim Ankauf vorn ein Registerpunkt. - Wieder gefällt hier die ausgezeichnete graphische Gestaltung der Seite.

Die "Geschäftsbedingungen" würde ich in dieser ausführlich-quälenden Form auf den Müll kippen, aber falsch sind sie nicht und wir dürfen hoffen, daß sich kein Kunde bis hierher verirrt. -

Höchst unklar ist die Navigation. Der Gestalter hat zugunsten des schönen Bildes der Seite ganz versäumt, uns zu sagen, wie wir von welchem Punkt zum nächsten kommen. Da ist ziemlich böse und muß subito geändert sein. Kein leser kann z.B. wissen, wie er von der Seite "Geschäftsbedingungen" zur "Online-Bestellung" kommt - der Link ist dort tot.

Nanu, was ficht uns an - -: Wir rufen hoffnungsvoll die Seite "Katalog" auf, und was finden wir, nur und lediglich? - Eine Suchmaske!!!

Haben wir Kölner Karneval, oder soll hier Dadaismus praktiziert werden? Wer seine Kunden, immer nach meiner persönlichen Einschätzung, derart veralbert, hat für die (schrecklichen) Folgen geradezustehen. Gebe ich in das Suchformular "Goethe" ein, werden mir 294 Titel an den Kopf geknallt. Kennen wir nicht die blödsinnigen durch Punkte unterstrichenen Titelaufnahmen? Richtig - - das ist doch das Prolibri-Elend vom Dienst!

Sagen tut uns das alles der werte Kollege nicht. Notabene: Es ist nicht dumm, die eigenen Bestände aus einem großen Webkatalog in die Webseite hineinzueskamotieren. Dann muß ichs dem Kunden, der einen statischen Katalog erwartet - m e i n e n statischen Katalog - aber deutlich sagen.

Ich darf nie und nimmer unter meiner eigenen Rubrik "Katalog" nur mit einem - - Suchformular antraben.

Das geht aus einem tieferen Grund nicht. Der Kunde erwartet auf der Webseite des Händlers einen

*flüssig lesbaren Katalog

studieren zu dürfen. Darin besteht die wichtigste Funktion der Webseite des einzelnen Antiquars für den Kunden - - daß sie ihm den Papierkatalog ersetzt. Was solls sonst, bitte, sein - einfach nur ein Zugangsportal zum großen Katalog, eingegrenzt auf die eigenen Einlieferungen? Dann kann ich als Kunde auch gleich an den Katalog gehen (und tippe dann ein, man weiß weshalb, www.zvab).

Kollege Mewes, das ist, wie ich meine, Kundenveräppelung, die Sie da betreiben. Ich weiß, daß die Pflege statischer Kataloge eine mühselige Sache ist. Aber entweder Sie tun sich das an - oder Sie lassen es ganz. Auf diese Weise sich um die Bereithaltung eines statischen Katalogs herumzudrücken, das ist, weiterhin immer nach meiner persönlichen Einschätzung, gegenüber dem Kunden nicht fair. Weil Sie Erwartungen wecken, die Sie dann nicht erfüllen.

Und nun zur Gesamtnote:
Äußere Gestaltung/ Eingangsseite ... 1-2
Einführungs-, Vorstellungs- und Erklärungstexte ... 2
Titeldarstellung, Titelaufnahmen ... 6

Daraus ergibt sich nach dem oben genannten Schlüssel eine Gesamtnote von 3,5
+++++++++++++++++

Fazit: Eine im Ansatz recht gute Seite, die aber mit einem strategischen Kardinalfehler behaftet ist.



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